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Kopieren – alles erlaubt?!?

Kopieren - was ist erlaubt, was ist verboten?

Immer wieder tauchen im Copyshop-Alltag Fragen zum Schutz des Urheberrechts auf. Auch wir sind keine Juristen, haben uns aber für Sie schlaugemacht.
Wobei es, um genau zu sein, bei den hier behandelten Kopien gleichermaßen um Papierkopien, Scans und Fotografien geht.

Allgemeine Regelungen

Das Urheberrecht nach §§ 53 ff. UrhG unterscheidet zwei verschiedene Nutzergruppen: Privatpersonen und Unternehmen. Wir sehen uns hier Ihre Rechte als Privatperson an.

Erlaubt ist das Kopieren …

 

a) … für den privaten Gebrauch
Sie dürfen Kopien zum privaten Gebrauch herstellen, z.B. für sich selbst, Familienangehörige oder enge Freunde. Kopiert werden darf zur Ausübung eines Hobbys im Familien- oder Freundeskreis wie Literaturzirkel o.ä., nicht jedoch für gewerbliche oder berufliche Zwecke (z.B. für die berufliche Tätigkeit). Kopiert werden darf analog (Papierkopie) oder digital (z.B. Scans erstellen, Digitalfotos und Speicherung auf CD / USB-Stick). Sie dürfen nur einzelne Kopien herstellen, d.h. einige wenige Exemplare – so viele wie nötig, aber nicht mehr. Sie dürfen keine offensichtlich rechtswidrig hergestellten oder zugänglich gemachten Vorlagen verwenden. Privatkopien dürfen durch andere (z.B. Copyshop) ausgeführt werden.

b) … für den wissenschaftlichen Gebrauch und Privatarchive
Außerdem dürfen Sie (und der Copyshop in Ihrem Auftrag) Kopien erstellen, wenn folgende Gebrauchszwecke vorliegen:
Wissenschaftlicher Zweck: Kopien dürfen für Ihren eigenen wissenschaftlichen Gebrauch hergestellt werden (z.B. für das Schreiben einer Hausarbeit oder Seminararbeit). Allerdings muss das Kopieren erforderlich sein, z.B. weil ein Buch nicht ohne erheblichen Aufwand gekauft (sehr hoher Preis oder schwer zu beschaffen) oder ausgeliehen werden konnte.
Archivierungszweck: Sie dürfen einzelne Papierkopien und Scans für ein privates Archiv herstellen, wenn die Vorlage von Ihnen rechtmäßig erworben wurde. Das Archiv darf anderen Nutzern nicht der Benutzung stehen und darf keinen wirtschaftlichen Erwerbszweck verfolgt.
Kopien dürfen grundsätzlich nicht weitergegeben oder öffentlich zugänglich gemacht werden. Die Weiterleitung per E-Mail an einen kleinen, nicht öffentlichen Personenkreis ist allerdings zulässig. Auch dürfen Kopien von Zeitungen oder von vergriffenen Werken weitergegeben werden.

Was genau bedeutet das?

Bücher, Zeitschriften und Zeitungen
Sie dürfen ein gekauftes Buch für die Privatnutzung vollständig auf Papier kopieren. Nutzen Sie es für wissenschaftliche Zwecke oder um es in ein Archiv einzupflegen, so dürfen Sie nur bis zu 90% kopieren. Die Texte dürfen nicht digital bearbeitbar sein (Speicherung als Bild, nicht als pdf).

Bei Kopien aus Zeitschriften und Zeitungen ist zu beachten, dass nur kleine Teile oder einzelner Beiträge kopiert werden dürfen. Sie müssen hierfür nicht Eigentümer (Käufer) der Zeitschrift / Zeitung sein.
Wenn ein Buch bzw. eine Zeitschrift / Zeitung seit mindestens 2 Jahren vergriffen ist, dürfen Sie es zum eigenen Gebrauch vollständig digital oder auf Papier kopieren. Vergriffen ist ein Werk, das vom Verlag nicht mehr geliefert werden kann; das Vorhandensein in einer Bibliothek oder einem Antiquariat ist hierfür unerheblich.

Musiknoten
Scans oder Kopien von Musiknoten oder Notenheften dürfen zum eigenen Gebrauch nur dann hergestellt werden, wenn sie seit mindestens 2 Jahren vergriffen sind. Für den sonstigen privaten Gebrauch gilt: Wenn Sie rechtmäßiger Eigentümer der Notenblätter sind, dürfen Sie zur eigenen Nutzung Papierkopien erstellen, nicht jedoch Scans.

Personalausweis / Reisepass / amtliche Ausweise
Nur der Ausweisinhaber (oder eine andere Person mit der Zustimmung des Ausweisinhabers) darf einen Ausweis kopieren. Die Ablichtung muss eindeutig und dauerhaft als Kopie erkennbar sein, zum Beispiel durch Schwarz-Weiß- statt Farb-Modus oder den Aufdruck „Kopie“.


Andere Vorlagen

Grundsätzlich gilt, dass Kopien zum privaten Gebrauch, zum eigenen wissenschaftlichen Gebrauch und zur Aufnahme in ein eigenes Archiv erstellt werden dürfen. Zum sonstigen eigenen Gebrauch dürfen nur kleine Teile eines erschienenen Werkes kopiert werden oder das ganze, wenn es sich um ein seit zwei Jahren vergriffenes Werk handelt. Beim Archiv und beim sonstigen Gebrauch darf das Werk nur auf Papier kopiert oder ausschließlich analog genutzt werden, es sein denn, es handelt sich um ein Archiv im öffentlichen Interesse.

Wie gehen Copyshops mit dem Urheberrecht um?
Copyshops und andere Besitzer von Kopier- und Scangeräten leisten eine Urheberrechts-Abgabe an die VG Wort. Diese Pauschalzahlungen werden genutzt, um die Urheber im Falle von Privatkopien zu entschädigen.

Quellenangaben

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